Der Begriff lässt sich folgendermaßen definieren:
„Angst ist die gedankliche Vorwegnahme der Emotion Schmerz in der Zukunft“
Du bist im Hier und Jetzt und siehst auf einer inneren Leinwand den Schmerz, der eintreffen wird, wenn XY passiert. Wie du diesen Film bewertest, hängt stark von deiner Vergangenheit und deinen Prägungen ab.

Rational gesehen ist das ein sehr unlogisches Verhalten.
Man leidet bevor XY eintrifft und nochmal, wenn XY wirklich eintreffen sollte. Natürlich hat die Angst einen evolutionären Sinn. Sie soll uns beschützen. Die Emotion der Angst muss unangenehm sein, denn sie signalisiert uns Kampf oder Flucht.
Das Gehirn mag zwar klug sein, allerdings hat es einen Nachteil. Es kann zwischen einem Gedanken und der wirklichen Realität nur schwer unterscheiden. Darum hast du Angst vor einer gedanklichen – nichtexistierenden zukünftigen Situation, obwohl du in der Realität gemütlich im Garten sitzt. Dein Körper ist voller Adrenalin und kommt nicht zur Ruhe. Er reagiert, als ob du tatsächlich in diesem Moment in großer Gefahr wärst.Mach dir aber keine Vorwürfe – ich habe bei unserem Schöpfer schon angefragt, er soll bitte diese Fehlfunktion beim nächsten Softwareupdate entfernen. Bis dahin müssen wir einen Weg finden, Ängste manuell zu überwinden und genau das zeige ich dir auf den nächsten Seiten.
Grundsätzlich gibt es Millionen von Varianten von Ängsten, die ein Mensch haben kann. Für fast jede gibt es höchst komplizierte Begrifflichkeiten:Phobien:Phobien vor spezifischen Objekten oder Situationen wie Höhenangst (Akrophobie), Spinnen (Arachnophobie) oder engen Räumen (Klaustrophobie)Soziale Ängste:Angst vor sozialen Situationen, wie Sprechen in der Öffentlichkeit, Treffen neuer Menschen oder der Angst vor Ablehnung und KritikGeneralisierte Angststörung (GAS):Eine andauernde, übermäßige Angst vor alltäglichen Situationen, oft ohne spezifische AuslöserTrennungsangst:Angst vor Trennung von nahestehenden Personen wie Eltern, Partnern oder FreundenPanikstörung:Wiederkehrende Panikattacken, die oft ohne ersichtlichen Grund auftreten und von intensiver Angst begleitet werdenExistenzielle Ängste:Angst vor dem Tod, dem Sinn des Lebens, der eigenen Identität oder der BedeutungslosigkeitÄngste im Zusammenhang mit der Gesundheit:Hypochondrie oder die übermäßige Angst vor Krankheiten und GesundheitsproblemenLeistungsängste:Angst vor dem Versagen oder der Enttäuschung, sei es in der Schule, bei der Arbeit oder in anderen Leistungsbereichen.
Verlustängste:Angst vor dem Verlust von Geliebten, materiellen Besitztümern oder sozialem StatusZwangsgedanken:Sind unerwünschte und hartnäckige Gedanken, Impulse oder Bilder, die wiederholt und unkontrollierbar auftreten und von den Betroffenen als belastend oder beängstigend empfunden werden. Diese Gedanken können verschiedene Themen umfassen, wie Gewalt an sich oder anderen, Zwangsvorstellungen von Katastrophen, und werden oft von dem starken Drang begleitet, sie loszuwerden oder zu unterdrücken.Zwanghaftes Verhalten:Zwänge sind wiederholende Verhaltensmuster, die eine Person zwanghaft ausführt, um Angst oder Unannehmlichkeiten zu lindern. Sie können zu erheblichen Beeinträchtigungen im täglichen Leben führen und sind charakteristisch für Zwangsstörungen. Zwänge basieren immer auf starken Ängsten. Darum setzt man bei der Behandlung von Zwängen nicht beim Zwang selbst an, sondern bei der Angst hinter dem Zwang.Beispiel:
| Zwangsverhalten | Ich muss mir ständig die Hände waschen |
| Angst dahinter | Ich könnte sonst schwer krank werden und sterben |
Wichtig #1!
Alle oben aufgelisteten Ängste funktionieren identisch. Darum spielt es überhaupt keine Rolle, welche „Diagnose“ du dir oder ein Arzt gegeben hat. Angst ist wie der Mensch. Es gibt 8 Milliarden Ausführungen, aber im Kern funktionieren alle gleich.
Wichtig #2!
Ängste sind keine neuronalen Erkrankungen, die aufgrund physiologischer Fehlfunktionen entstehen. Sie sind Symptome, die aufgrund eines überreizten Nervensystems auftreten. Man kann Ängste nicht nachhaltig mit Medikamenten heilen. Medikamente können nur die Symptome vorübergehend lindern – wie ein Regenschirm nur so lange schützt, solange er aufgespannt ist.
Übermäßige Ängste entstehen, wenn das Nervensystem aus bestimmten Gründen über einen längeren Zeitraum überreizt wird. Beispielsweise ein stressiger Job, gewaltvolle Vergangenheit, traumatische Erlebnisse, wenig Geborgenheit in der Kindheit usw.Unser Nervensystem hat gelernt, dauerhaft Alarmsignale zu senden und den Muskel der Angst trainiert. Das Nervensystem funktioniert tatsächlich wie ein Muskel. Das Gute daran - alles, was es gelernt hat, kann es auch wieder verlernen.Genau hier setzt das „Angstfrei-Programm“ an. Es ist, wenn man so will, ein Fitnessstudio für dein Nervensystem. Es stärkt den Muskel der inneren Sicherheit und als Konsequenz wirst du mit immer weniger Angst reagieren.
Wichtig #3!
Oft stellt man sich die Fragen, wie lange es dauert, bis man seine übermäßigen Ängste überwunden hat. Dies hängt signifikant davon ab, wie konsequent man die richtigen Dinge gegen die Angst umsetzt. Fakt ist aber, es ist für jeden möglich. Nicht von heute auf morgen, aber in den nächsten Wochen und Monaten wird man deutliche Fortschritte spüren.
Wichtig #4!
Ein weiterer Punkt, den auch ich lange falsch gemacht habe, war folgender:
„Ich wollte unbedingt herausfinden, wo meine übermäßigen Ängste herkommen“
Auch das spielt überhaupt keine Rolle. Wieso dein Angstmuskel einen definierten Sixpack hat, ist egal. Training zahlt sich immer aus. Außerdem ist es unheimlich schwer herauszufinden, woher deine Angst wirklich kommt. Du wirst es zu 99% auch nie herausfinden und das brauchst du auch nicht. Es ist reine Zeitverschwendung. Selbst wenn du es herausfindest, wird die Angst dadurch nicht verschwinden. Die Genetik ist zwar ein Faktor, aber nicht ausschlaggebend. Der eine baut durch seine Genetik schneller Muskeln auf, als der andere. Beim Muskel der Angst ist es dasselbe. Die Genetik hat lediglich Auswirkung auf die Geschwindigkeit der Veränderung.
_____________________________________________Wenn du mehr über Ängste erfahren möchtest, lege ich dir mein Ultimatives Videotraining ans Herz. Hier sind die wichtigsten Punkte rund um die Angst und wie man sie langfristig bewältigt einfach und verständlich zusammengefasst.Klicke einfach gleich hier unten auf das Video. Du wirst überrascht sein, was dort alles auf dich wartet!Over and out
Jakob
*um den Ton hören zu können, einfach das "Vergrößerungszeichen" rechts unten im Video anklicken und dann die Lautstärke erhöhen.



Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 4/10 auf 1/10
Angst vor Panik: Von 10/10 auf 3/10
Angst, dass Ängste nie wieder weg: Von 9/10 auf 1/10
Angst, durch Angst arbeitslos: 9/10 auf 1/10
Überwältigt von der Angst: Von 3/10 auf 0/10



Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 2/10
Angst vorm Umkippen: Von 9/10 auf 5/10
Angst vor Herzinfarkt: Von 7/10 auf 1/10
Angst vor sozialer Ausgrenzung: 8/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 9/10 auf 2,5/10


Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 6,5/10 auf 2,5/10
Angst vor Ersticken: Von 8/10 auf 4/10
Angst vor dem Umkippen: Von 4/10 auf 2/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 0/10
Überwältigt von der Angst: Von 7/10 auf 2/10


Fortschritt nach 3 Monaten:
Einschränkung im Alltag: Von 8/10 auf 4/10
Unsicherheit unter Leuten: Von 8/10 auf 1/10
Vermeidungsverhalten: Von 9/10 auf 1/10
Häufigkeit von Panikattacken: Von 4/10 auf 2/10




